'stralia Mate!
So vieles ist passiert in den letzten Wochen und da ich mit den meisten von Euch sowieso in Kontakt war habe ich diesen Blog einwenig vernachlässigt. Auch gibt es nicht mehr so viel aussergewöhnliches und exotisches zu berichten wie aus Asien...
Ich weiss gar nicht richtig wo ich beginnen soll. Die ersten Wochen in Sydney habe ich nur rumgehangen, die Stadt angeschaut und mich von meiner Reise erholt. Ziemlich schnell bin ich in ein kleines Loch gefallen und habe mich gefragt was ich hier überhaupt mache. Ich habe realisiert, dass die Reiserei, eine unglaubliche Zeit meines Lebens, zu Ende ist, ich wieder nach einem Job schauen muss und ich in einem total fremden Land am andern Ende der Welt bin. Ich hatte oft Tage an denen ich sehr nah dran war alles abzublasen und einfach wieder nach Hause zu kommen. Mir ist sehr bewusst geworden, wie gut München zu mir war und was ich alles aufgegeben habe. Dazu kam, dass ich ein richtig schlechtes Timing hatte, was die Jobsituation anbelangt und ich habe mich mehrfach erfolglos beworben. Zusätzlich habe ich in einer der Suburbs von Sydney gewohnt, wo es einfach nichts zu tun gibt. Ausser einem kleinen Lebensmittelladen, einem Frisör und einem Burgershop gab es da nichts und ohne Auto fühlte ich mich komplett aufgeschmissen.
Ein kleiner Lichtblick war ein Vorstellungsgespräch in Melbourne was ich mit einem Besuch von Holgers Bruder und natürlich Sightseeing verbunden habe. Die Stadt hat mir ausserordentlich gut gefallen - viel europäischer als Sydney und viel alternativer. Ich habe kaum eine Stadt gesehen mit so unendlich vielen stilvollen Cafes und Pubs. Jedoch ist auch hier, wie anscheinend in ganz Australien, meist alles auf einzelne Strassen konzentriert. Man geht also in die richtige Strasse und da reihen sich dann Restaurants, Pubs, Cafes, Frisöre, Boutiquen etc. aneinander und um die Strasse rum gibt es nur Wohngegend. Seltsam und gewöhnungsbedürftig. Leider hat das mit dem Job für mich nicht ganz gepasst und ich habe mich entschieden noch zu warten und weiter zu schauen.
Die folgende Woche bin ich mit Kate, meiner Mitbewohnerin, nach Macksville gefahren. Ein kleines Dorf sechs Stunden nördlich von Sydney, wo sie aufgewachsen ist und ihre Eltern leben. Erst auf dieser Fahrt ist mir richtig bewusst geworden wie riesig dieses Land ist! Wir sind sechs Stunden Autobahn gefahren und meistens gab es nichts anderes um uns rum wie endlose Wald- und Hügellandschaft ohne Zivilisation und ein paar tote Tiere am Strassenrand. Wir sind vielleicht 400 Kilometer gefahren, was eine wirklich kurze Strecke ist für ein Land das 4000 Kilometer breit ist. Schon unglaublich wenn man bedenkt, dass wir aus der Schweiz in sechs Stunden in vier anderen Ländern sein können, mit total unterschiedlichen Kulturen und Sprachen...
Von Macksville bin ich dann mit einem Greyhound Bus weiter in Richtung Norden, da Holger inzwischen schon an der Goldküste angekommen war und ich ebenfalls ein Vorstellungsgespräch mit diesem Studio hatte. Es war super cool und gleichzeitig surreal endlich wieder ein bekanntes Gesicht zu sehen und jemanden zu treffen, den ich schon jahrelang kenne. Wir haben das Wochenende im Hotel verbracht, was die Firma ihm als Überbrückung gesponsort hat, haben ordentlich Bier getrunken und gequatscht, haben einen Ausflug nach Brisbane gemacht und sind aufs offene Meer gefahren um Walfische anzuschauen. Am Montag bin ich dann mit ins Studio gegangen und dachte eigentlich wir würden nur einwenig quatschen, vielleicht schauen wie wir ein Arbeitsvisum beantragen und dass ich am Abend zurück nach Sydney fliege. Doch nach ein paar Minuten quatschen hat sich rausgestellt, dass dies schon mein erster Arbeitstag werden würde!
Ich sitze jetzt also in einem Ort, der Surfers Paradise heisst (klingt besser wie es ist), wohne wieder mit Holger in einer WG (diesmal kein Altbau, sondern eine Villa im Pornostil und ich wohne in der Garage), haben einen Fluss direkt vor der Veranda (keine Isar sondern ein Kanal mit Haifischen) und bin wieder fleissig am animieren. Der einzige Haken - dieser Ort ist nur abstossend und alles ist kaputt! Das ist ein Ferienort für Reiche ohne Geschmack. Es gibt hier kein einziges charmantes Restaurant oder Pub, keine charmanten Häuser und keine Kultur. Alles ist nur künstlich und abstossend und ohne Führerschein fühle ich mich fast wie im Gefängnis! Schon lustig, ich geh nach Australien und bin jetzt in einem Ort gelandet, der nicht weniger australisch sein könnte. Nicht erstaunlich, dass es einwenig südlich von hier einen Ort gibt der Miami heisst. Zumindest kann ich mit Holger täglich mehrere Male über unsere Situation und diesen seltsamen Fleck herzlich lachen ;)
Ich werde mir alle Mühe geben, dass ich so bald wie möglich wieder von hier wegkomme!
Das ist wahrscheinlich ein sehr chaotischer Blogeintrag. Es ist einfach zu viel und doch zu wenig um dies in Worte zu fassen - deswegen gibt es hier noch ein paar Bilder....
Ich hoffe Euch allen geht es gut und freue mich nach wie vor immer über Emails von zu Hause!

Ich weiss gar nicht richtig wo ich beginnen soll. Die ersten Wochen in Sydney habe ich nur rumgehangen, die Stadt angeschaut und mich von meiner Reise erholt. Ziemlich schnell bin ich in ein kleines Loch gefallen und habe mich gefragt was ich hier überhaupt mache. Ich habe realisiert, dass die Reiserei, eine unglaubliche Zeit meines Lebens, zu Ende ist, ich wieder nach einem Job schauen muss und ich in einem total fremden Land am andern Ende der Welt bin. Ich hatte oft Tage an denen ich sehr nah dran war alles abzublasen und einfach wieder nach Hause zu kommen. Mir ist sehr bewusst geworden, wie gut München zu mir war und was ich alles aufgegeben habe. Dazu kam, dass ich ein richtig schlechtes Timing hatte, was die Jobsituation anbelangt und ich habe mich mehrfach erfolglos beworben. Zusätzlich habe ich in einer der Suburbs von Sydney gewohnt, wo es einfach nichts zu tun gibt. Ausser einem kleinen Lebensmittelladen, einem Frisör und einem Burgershop gab es da nichts und ohne Auto fühlte ich mich komplett aufgeschmissen.
Ein kleiner Lichtblick war ein Vorstellungsgespräch in Melbourne was ich mit einem Besuch von Holgers Bruder und natürlich Sightseeing verbunden habe. Die Stadt hat mir ausserordentlich gut gefallen - viel europäischer als Sydney und viel alternativer. Ich habe kaum eine Stadt gesehen mit so unendlich vielen stilvollen Cafes und Pubs. Jedoch ist auch hier, wie anscheinend in ganz Australien, meist alles auf einzelne Strassen konzentriert. Man geht also in die richtige Strasse und da reihen sich dann Restaurants, Pubs, Cafes, Frisöre, Boutiquen etc. aneinander und um die Strasse rum gibt es nur Wohngegend. Seltsam und gewöhnungsbedürftig. Leider hat das mit dem Job für mich nicht ganz gepasst und ich habe mich entschieden noch zu warten und weiter zu schauen.
Die folgende Woche bin ich mit Kate, meiner Mitbewohnerin, nach Macksville gefahren. Ein kleines Dorf sechs Stunden nördlich von Sydney, wo sie aufgewachsen ist und ihre Eltern leben. Erst auf dieser Fahrt ist mir richtig bewusst geworden wie riesig dieses Land ist! Wir sind sechs Stunden Autobahn gefahren und meistens gab es nichts anderes um uns rum wie endlose Wald- und Hügellandschaft ohne Zivilisation und ein paar tote Tiere am Strassenrand. Wir sind vielleicht 400 Kilometer gefahren, was eine wirklich kurze Strecke ist für ein Land das 4000 Kilometer breit ist. Schon unglaublich wenn man bedenkt, dass wir aus der Schweiz in sechs Stunden in vier anderen Ländern sein können, mit total unterschiedlichen Kulturen und Sprachen...
Von Macksville bin ich dann mit einem Greyhound Bus weiter in Richtung Norden, da Holger inzwischen schon an der Goldküste angekommen war und ich ebenfalls ein Vorstellungsgespräch mit diesem Studio hatte. Es war super cool und gleichzeitig surreal endlich wieder ein bekanntes Gesicht zu sehen und jemanden zu treffen, den ich schon jahrelang kenne. Wir haben das Wochenende im Hotel verbracht, was die Firma ihm als Überbrückung gesponsort hat, haben ordentlich Bier getrunken und gequatscht, haben einen Ausflug nach Brisbane gemacht und sind aufs offene Meer gefahren um Walfische anzuschauen. Am Montag bin ich dann mit ins Studio gegangen und dachte eigentlich wir würden nur einwenig quatschen, vielleicht schauen wie wir ein Arbeitsvisum beantragen und dass ich am Abend zurück nach Sydney fliege. Doch nach ein paar Minuten quatschen hat sich rausgestellt, dass dies schon mein erster Arbeitstag werden würde!
Ich sitze jetzt also in einem Ort, der Surfers Paradise heisst (klingt besser wie es ist), wohne wieder mit Holger in einer WG (diesmal kein Altbau, sondern eine Villa im Pornostil und ich wohne in der Garage), haben einen Fluss direkt vor der Veranda (keine Isar sondern ein Kanal mit Haifischen) und bin wieder fleissig am animieren. Der einzige Haken - dieser Ort ist nur abstossend und alles ist kaputt! Das ist ein Ferienort für Reiche ohne Geschmack. Es gibt hier kein einziges charmantes Restaurant oder Pub, keine charmanten Häuser und keine Kultur. Alles ist nur künstlich und abstossend und ohne Führerschein fühle ich mich fast wie im Gefängnis! Schon lustig, ich geh nach Australien und bin jetzt in einem Ort gelandet, der nicht weniger australisch sein könnte. Nicht erstaunlich, dass es einwenig südlich von hier einen Ort gibt der Miami heisst. Zumindest kann ich mit Holger täglich mehrere Male über unsere Situation und diesen seltsamen Fleck herzlich lachen ;)
Ich werde mir alle Mühe geben, dass ich so bald wie möglich wieder von hier wegkomme!
Das ist wahrscheinlich ein sehr chaotischer Blogeintrag. Es ist einfach zu viel und doch zu wenig um dies in Worte zu fassen - deswegen gibt es hier noch ein paar Bilder....
Ich hoffe Euch allen geht es gut und freue mich nach wie vor immer über Emails von zu Hause!

einsamer Strand in Macksville
mehr Strand in Macksville
Melbourne - Innenstadt
Melbourne - Uni für Architektur
Melbourne
Melbourne - St. Kilda Pier
Surfers Paradise - Ausblick von unserem Hotelbalkon
Auf dem Land
Im Zoo - australisches Huhn ;)
Im Zoo - Pelikan
Muaaaaaaaaaaa - leider nicht als Haustier erlaubt!
toter Wombar am Strassenrand - mit Ast in der Nase
Unser Haus
Unser Pool mit Kanal - wir können aus dem Pool fischen! Ge-ee-eeil!
Meine Garage
Mein Bett - gute Nacht ;)
mehr Strand in Macksville
Melbourne - Innenstadt
Melbourne - Uni für Architektur
Melbourne
Melbourne - St. Kilda Pier
Surfers Paradise - Ausblick von unserem Hotelbalkon
Auf dem Land
Im Zoo - australisches Huhn ;)
Im Zoo - Pelikan
Muaaaaaaaaaaa - leider nicht als Haustier erlaubt!
toter Wombar am Strassenrand - mit Ast in der Nase
Unser Haus
Unser Pool mit Kanal - wir können aus dem Pool fischen! Ge-ee-eeil!
Meine Garage
Mein Bett - gute Nacht ;)






















